Emil Thormählen: Leben

* 24. Mai 1859 in Moorhusen, Holstein
† 01. April 1941 in Bad Kreuznach

Holstein: Emil Thormählen wuchs in Holstein auf.
Hamburg: 1876/1877 Schule für Bauhandwerker.
Hannover: ab 1877 Architekturstudium an der Technischen Hochschule Hannover.

Berlin: Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg. 1881 arbeitete er im Büro des Königlichen Bauinspektors Haesecke und war dort mit Arbeiten zu den Berliner Stadtbahnhöfen Alexanderplatz und Friedrichstraße befasst. Daneben gab er Zeichenunterricht an der Baugewerkschule des Berliner Handwerkervereins.

Hanau: Ab 1883 war er dann an der Zeichenakademie in Hanau als Lehrer tätig. 1889 übernahm er zusätzlich die Leitung der gewerblichen Fortbildungsschule Hanau. In Hanau lernte er auch seine spätere Frau Else Altenkirch aus Bad Kreuznach kennen und hier wurden auch ihre Kinder geboren. Der Bildhauer, Autor und Kunsthistoriker Prof. Dr. Ludwig Thormaehlen und der Erfinder Dipl-Ing. Klaus Ferdinand Thormaehlen sind die Söhne von Else und Emil Thormählen. Die gemeinsameTochter Dora Thormählen war eine begabte Kunstbuchbinderin und Schülerin von Franz Weisse. Sie starb 1921 bereits im Alter von 29 Jahren.

Magdeburg: 1897 wurde er zum Direktor der Magdeburger Kunstgewerbe- und Handwerkerschule ernannt. 1903 berief er Ferdinand Nigg (1865–1949) als Professor für Buchschmuck, Buchgewerbe und textile Arbeiten. Nigg war der Familie Thormählen über Jahrzehnte sehr verbunden und folgte Thormählen später auch nach Köln. 1904 nahm Emil Thormählen mit mehreren Lehrern erfolgreich an der Weltausstellungin in St. Louis teil [4], [5]. Sie präsentierten dort ein modernes Herrenarbeitszimmer, das sogenannte Magdeburger Zimmer, welches dort den Grand Prix errang.  Unter Emil Thormählens Leitung wurde das Magdeburger Institut zur „Reformschule“ im Sinne des Deutschen Werkbundes, dessen Mitglied er seit 1908 war. Er wohnte am Adelheidring 17.

Köln: Aufgrund seiner guten Reputation wurde er 1910 nach Köln berufen und zum Direktor der Kölner Kunstgewerbeschule (den späteren Kölner Werkschulen) ernannt. Dort übernahm er das Amt von Gustav Halmhuber. Er wohnte in Köln-Lindentahl im Kringsweg 17.

Thormählen erreicht den Bau eines neuen Schulgebäudes am Ubierring, das im April 1924 eingeweiht wird. [1]

Thormählens Nachfolger als Direktor der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Köln wurde der Architekt Martin Elsaesser, der das noch von Emil Thormaehlen bereits vor dem WK1 geplante Schulgebäude am Ubierring entwarf [6].

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Foto: Emil Thormählen (2. Reihe, 7. v.l.) im Kreise seiner Familie und Mitgliedern des VfL 1848 e.V. Bad Kreuznach im Jahre 1916 bei der goldenen Hochzeit seiner Schwiegereltern vor der Freitreppe auf der Südseite der Rheingrafenstr. 9 in Bad Kreuznach (Nachlass Klaus Thormaehlen)

Bad Kreuznach: Am 16.11.1919 ging er in den Ruhestand, schied aus dem Deutschen-Werbund aus und zog mit der Familie auf das Weingut Carl Altenkirch seiner Frau Else (geb. Altenkirch),
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einer Kunstgewerbelehrerin und Schwester von Prof. Alexe Altenkirch, nach Bad Kreuznach in die Rheingrafenstr. 9. Hier betätigte er sich bis zu seinem Tod am 1.April 1941 als Winzer. So hatte er noch Gelegenheit den Stifter als Baby kennenzulernen.

Die folgenden Fotos stammen aus dem Nachlass seiner Enkelin Dora Thormaehlen und zeigen Emil Thormählen kurz vor seinem Tod bei der Weinlese..

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Weblinks

[1] Historisches Archiv der Stadt Köln (zuletzt aufgerufen am 25.09.2015)
[2] Emil Thormählen bei Wikipedia (zuletzt aufgerufen am 25.09.2015)
[3] Emil Thormählen bei Uni Magdeburg (zuletzt aufgerufen am 25.09.2015)
[4] Flyer Kunst- u. Handwerks-Gewerbeschule Magdeburg 1793-1963 (zuletzt aufgerufen am 25.09.2015)
[5] Expo2000 Die Weltausstellung 1904 in St. Louis. Das Deutsche Haus (zuletzt aufgerufen am 25.09.2015)
[6] Deutsche Bauzeitung vom 28.10.1925  (zuletzt aufgerufen am 25.10.2016)