Emil Thormählen: Werk

EmilThormählen

Emil Thormählen um 19010. Lithographie von Richard Winckel (den Emil Thormählen nach Magdeburg holte [3]). Bildquelle: KHM Magdeburg

Von Emil Thormählen selbst sind keine künstlerischen Arbeiten erhalten geblieben. Das meiste ist im Zweiten Weltkrieg verlorengegangen. Emil Thormaehlen hat jedoch im Rahmen seiner Tätigkeit als Direktor zweier Kunstgewerbeschulen viele Künstler gefördert und auf ihrem kreativen Weg begleitet. So nahm Emil Thormählen z.B. 1904 mit mehreren Lehrern erfolgreich an der Weltausstellungin in St. Louis teil [1], [2]. Sie präsentierten dort ein modernes Herrenarbeitszimmer, das sogenannte Magdeburger Zimmer, welches dort den Grand Prix errang. Dieser wurde von Albin Müller entgegengenommen. Die Expo 1904 ist nur ein Beispiel von vielen Gelegenheiten, bei denen Emil Thormaehlen die Kunstgewerbeschulen denen er vorstand erfolgreich präsentierte. Mit ein Höhepunkt seiner beruflichen Tätigkeit war wohl die Kölner Werkbundausstellung 1914. Als Direktor der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule der Stadt Köln und frühes Mitglied des Deutschen Werkbundes hatte er Anteil an den Vorbereitungen und stimmte sich auch mit dem damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer ab. Die Studenten der Kunstgewerbeschule wurden von Emil Thormählen angehalten Objekte für die Werkbundausstellung beizutragen.

Es sei noch erwähnt, dass Emil Thormählen als einer der ersten Hochschuldirektoren in Deutschland eine Frau als Professorin (seine Schwägerin Alexe Altenkirch) beschäftigte. Dies ist umso bemerkenswerter als Alexe Altenkirch in der Kölner Frauenbewegung aktiv war.

[1] Flyer Kunst- u. Handwerks-Gewerbeschule Magdeburg 1793-1963 (zuletzt aufgerufen am 25.09.2015)
[2] Expo2000 Die Weltausstellung 1904 in St. Louis. Das Deutsche Haus (zuletzt aufgerufen am 25.09.2015)
[3] Richard Winckel: Vita bei der Uni Magdeburg (zuletzt aufgerufen am 01.10.2015)
[4] Alexe Altenkirch beim Frauengeschichtsverein (zuletzt aufgerufen am 01.10.2015)